Schilddrüsendiagnostik

Spezielle Informationen zu dieser Untersuchung

Wir führen in unserer Praxis die gesamte Schilddrüsendiagnostik durch. Zu einer umfassenden Schilddrüsendiagnostik gehören als Basis die Bestimmung der Schilddrüsenlaborparameter, der Ultraschall der Schilddrüse und die Szintigraphie der Schilddrüse.

Die einzige Fachdisziplin in der Medizin, die alle drei o. g. Untersuchungen durchführen kann, ist die Nuklearmedizin. Die Schilddrüsendiagnostik nimmt einen breiten Platz in der Facharztausbildung des Nuklearmediziners ein. Ein Endokrinologe hat z. B. keine Genehmigung zur Durchführung der Schilddrüsenszintigraphie.

a) Schilddrüsenlaborparameter: Mit ihnen kann man eine Aussage über die Funktion der Schilddrüse, z. B. über Unter-, Über- und Normalfunktion treffen. Wir bestimmen alle Schilddrüsenlaborparameter.

b) Schilddrüsenultraschall: Der Ultraschall gehört auch zur Basisdiagnostik. Nur mit ihm kann das exakte Volumen und damit die Größe der Schilddrüse bestimmt werden. Mit der Sonographie kann man einzelne Knoten erkennen und artdiagnostisch zuordnen. Außerdem lässt sich mit dem Ultraschall eine evtl. vorliegende Entzündung oderein Tumor nachweisen.

c) Schilddrüsenszintigraphie: Die Verteilung der in eine Vene eingespritzten Aktivität in der Schilddrüse wird über deren ausgesandter Gammastrahlung mit einer speziellen Schilddrüsen-Gammakamera erfasst und daraus hochauflösende zweidimensionale Bilder (= Schilddrüsen-Szintigramm) des funktionstüchtigen Schilddrüsengewebes erzeugt.

Szintigramm

d) Feinnadelpunktion: Mit der Feinnadelpunktion kann zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung Gewebe eines suspekten Knotens gewonnen werden um eine zytologische Untersuchung durchzuführen. Eine OP kann dadurch evtl. vermieden werden.

 

Detailinformationen zur Schilddrüsenszintigraphie

Spezielle Vorbereitung:

Schilddrüsenwirksame Medikamente sollten nach Rücksprache in der Regel mindestens zwei Wochen vor Untersuchung nicht mehr eingenommen werden. Auch sollten nach Rücksprache jodhaltige Medikamente oder Jodtabletten mindestens zwei Wochen vor der Untersuchung abgesetzt werden.

Wurden bei Ihnen in einem kürzeren Zeitabstand als etwa drei Monate vor der Untersuchung Röntgen- oder Computertomografieaufnahmen mit intravenösem Kontrastmittel angefertigt, kann das in dem Kontrastmittel enthaltene Jod die Schilddrüse blockieren, so dass sie sich nicht im Szintigramm darstellen lässt. In diesem Fall sollten Sie Ihren überweisenden Arzt darauf hinweisen oder mit uns Rücksprache nehmen.

Indikationen:

Nachweis von kalten (= vermindert Aktivität speichernden) oder heißen (= vermehrt Aktivität speichernden) Schilddrüsenknoten und von nicht typisch liegendem Schilddrüsengewebe. Beurteilung der Gesamtstoffwechselaktivität des Schilddrüsengewebes (quantitative Auswertung).

Eingesetzte Substanz: Technetium 99 m. Aktivität: ca. 37 bis 74 MBq bei Erwachsenen, ca. 4 bis 20 MBq bei Kindern. Die Aktivität wird in eine Vene eingespritzt.

Spezielle Zusatzuntersuchung:
Suppressions-Schilddrüsenszintigraphie

Durchführung wie normale Schilddrüsenszintigraphie, jedoch nach vierwöchiger medikamentöser Vorbereitung mit einem Schilddrüsenhormon (je nach Art des Hormonspräparates).
Indikationen hierzu: Verdacht auf heiße Schilddrüsenknoten (Autonomie).

Durchschnittlicher Gesamtaufwand der Untersuchung bis zu einer Stunde. Oftmals wird die Schilddrüsenszintigrafie noch mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der Schilddrüse kombiniert. Dies sollten Sie uns insbesondere bei telefonischer Anmeldung mitteilen, damit wir diese Untersuchung zeitlich mit einplanen können.

Allgemeine Informationen zur Nuklearmedizin:

Hauptseite Nuklearmedizin

Weitere Informationen

www.radiologie.de 
www.nuklearmedizin.de








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